Drei junge Erwachsene fahren an einem Einsatz der Feuerwehr bei einem schweren Verkehrsunfall vorbei. Sie steigen aus, nähern sich dem Unfall und machen Fotos, die sie im Internet posten. Angestachelt durch ihre Neugier und die Reaktionen aus dem Netz, nähern sie sich immer weiter dem Unfallort, um noch spektakulärere Bilder machen zu können. Was als harmloses Spiel beginnt, wird zunehmend zu einem voyeuristischen Exzess, der bis zur Behinderung der Rettungsarbeiten führt.
Die FBW schreibt in ihrer Begründung zum Jury-Urteil zum „Prädikat besonders wertvoll“:
Ein Präventionsfilm gegen die grassierende Sensationslust von Autofahrern, die als voyeuristische Zeugen mit ihren Kameras auch noch das Leid anderer Menschen im Internet voller Stolz verbreiten. Fast dokumentarisch geht der Film in den Details vor. Auch aufgrund der beratenden Mitarbeit von Polizei und Feuerwehr, die das Fundament für die Recherche der Filmemacher bilden, ist dieser Film mit seinen schonungslos eindrücklichen Bildern ein Appell an die Vernunft für alle Verkehrsteilnehmer. Dazu ist der Film mit seiner guten Kamera souverän inszeniert und auch das Spiel der Protagonisten konnte die Jury überzeugen. Aufgrund seiner dramaturgischen Prägnanz, seiner auf den Punkt vermittelten Botschaft und der filmischen Inszenierung zeichnet die Jury den Präventionsfilm mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus.
Filmbewertungsstelle Wiesbaden, 2020
Mit ihrem Kurzfilm „Schaulustige – Sei kein Gaffer“ haben junge Dortmunder Filmemacher einen viralen Hit gelandet. Das Anti-Gaffer-Video sei gar nicht weit von der Realität entfernt, meinen sie.
WDR online, 05.01.2018
Ein YouTube-Video über Gaffer beeindruckt Millionen Menschen. Denn der Kurzfilm, der betont harmlos beginnt, nimmt eine grausame Wendung und hinterlässt die Zuschauer damit zutiefst schockiert
tz, 07.01.2018
„Schaulustige – Sei kein Gaffer“ erwischt einen emotional, so dass man eine Gänsehaut bekommt.
Der Tagesspiegel, Annette Kögel, 10.01.2018
Das Video zeigt, wie drei junge Menschen durch ihren Voyeurismus die Arbeit von Rettungskräften behindern und appelliert auch durch persönliche Betroffenheit, die Persönlichkeitsrechte der Opfer zu respektieren
Stuttgarter Zeitung, Januar 2018
Kurzspielfilm, 5 Minuten, 2017
Festivals:
- Biberacher Filmfestspiele, Biberach, Deutschland (2020)
- INDEPENDENT DAYS Internationale Filmfestspiele Karlsruhe, Deutschland (2020)
- Festival del Cinema di Castel Volturno, Italien (2020)
- Oregon Short Film Festival, Oregon, USA (2020)
- Cinemascope Awards, Kolkata, Indien (2020)
- The Violette Film Festival, Merced, USA (2020)
- The Romford Film Festival, Romford, USA (2020)
- Voiron International Short Film Festival, Frankreich (2020)
- Austin After Dark Film Festival, USA, (2020)
- Global Indie Film Fest, Doncaster, GB (2021)
- Kalakari Film Fest, Dewas, Indien (2021)
- Aphrodite Film Awards, New York, USA (2021)
- Salt House Creative International Film Festival, Kincumber, Australien (2021)
Preise:
- „Best Short Film“ & „Best Director Elena Walter“, Salt House Creative International Film Festival, Kincumber, Australien
- Best Dark Drama Micro Film Award Winner, Austin After Dark Film Festival, USA
Drehbuch / Regie: Elena Walter
Drehbuch / Kamera: Emanuel Fusillo
Cast: Leon Hoge, Alice Zikeli, Benjamin Werner, Thomas Pösse
gefördert von: Sparkasse Osnabrück

