Das Manifest Blickfänger Filmproduktion

Ein junger Mann ist in Eile. Er packt seine Koffer. Wohin soll die Reise gehen? Steht das Taxi schon vor der Tür, dass ihn zum Flughafen bringen soll? André, 35, scheint noch etwas erledigen zu müssen, bevor es losgehen kann. Der Laptop auf dem Tisch zeigt einen Ladebalken: Ein Video wird hochgeladen, es soll die Öffentlichkeit so schnell wie möglich erreichen. Unbedingt, denn André hat eine Botschaft an uns alle: ERWACHT auch eurem Schlummer!

Der szenische Kurzfilm „Das Manifest“ (AT) ist ein klaustrophobisches Kammerspiel zwischen Wahn und Wirklichkeit. Es entführt uns in die Gedankenwelt eines jungen Mannes, der einen inneren Drang verspürt, den Menschen „da draußen“ die Wahrheit zu vermitteln. Doch was hat er herausgefunden? André ist überzeugt, eine tiefere Wahrheit entdeckt zu haben. Er glaubt sie hinter dem angeblichen Lügenkonstrukt der Welt, wie wir sie kennen, zu sehen und möchte uns aus unserem seligen Schlummer reißen. Wir sollen erkennen, wer die Geschicke der Welt lenkt und unsere Gedanken beeinflusst. Immer tiefer verstrickt er sich in seine neue Weltanschauung und versucht uns mitzunehmen in den reißenden Strudel seiner Gedanken.

Der 15-minütige Film beschäftigt sich mit dem Thema „Verschwörungstheorien“ aus der Perspektive eines Gläubigen, eines Anhängers dieser zumeist abenteuerlichen Erzählungen. Die Geschichte ist persönlich und bleibt immer nah an ihrem Protagonisten. Die Erzählweise nimmt den Menschen hinter den Verschwörungsmythen ernst, macht ihn nicht lächerlich, sondern zeigt, wie die Synthese einer gestörten Realitätswahrnehmung aussehen kann. Gerade in der heutigen Zeit ist dieses Thema aktueller denn je.

Kurzfilm in der Finanzierungsphase, 15 Minuten

Autorin: Elena Walter, Co-Autoren: Emanuel Zander-Fusillo, Benjamin Werner

Cast: Benjamin Werner